Das Planspiel h.e.l.p.

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Das Planspiel „h.e.l.p.“ (Humanitäres Entwicklungs- und Lernprojekt) ist das Herzstück der Kampagne – ein interaktives Rollenspiel für Schüler:innen ab 15 Jahren.

In einer simulierten internationalen Krisensituation übernehmen die Teilnehmenden die Rollen von Delegierten verschiedener Länder und Organisationen. Sie verhandeln, diskutieren und suchen gemeinsam nach Lösungen für einen komplexen Konflikt zwischen dem fiktiven Staat Malea, seiner Provinz Lufar und dem Nachbarland Nongi – ganz im Rahmen einer UN-Konferenz.

Dabei erleben die Schüler:innen hautnah, wie schwierig politische Entscheidungen sein können, und stärken wichtige Kompetenzen wie Teamarbeit, Perspektivwechsel und verantwortungsvolles Handeln.

Für die Durchführung können z. B. zwei Projekttage eingeplant werden. Das Planspiel lässt sich flexibel in den Unterricht oder Projekttage integrieren.

Jede teilnehmende Schule erhält bis zu zwei Planspiele kostenfrei. Weitere Materialien können bei Bedarf ausgeliehen werden.

Der Ablauf

h.e.l.p beginnt mit der Vorbereitung, in der sich die Schüler:innen in die Konfliktsituation einarbeiten. Die Spielmaterialien enthalten grundlegende Informationen über die vertretenen Delegationen sowie die wichtigsten Fakten über den Aufbau und die Arbeit des Internationalen Komitee des Roten Kreuzes und der Vereinten Nationen. In dieser Phase arbeitet jede Gruppe an einer Strategie, die sie in der Auftaktkonferenz vertreten wird.

Zu Beginn der Konferenz sehen die Schüler:innen eine Nachrichtensendung zur Notlage der Menschen und eine Ansprache des Generalsekretärs der Vereinten Nationen. In der Auftaktkonferenz stellen sich die einzelnen Delegationen vor und erläutern ihre Position.

Anschließend beginnt die erste Verhandlungsrunde. Die Gruppen dürfen ausschließlich auf digitalem/schriftlichem Wege oder in durch die Spielleitung genehmigten Zweiparteien-Gesprächen miteinander kommunizieren. In der zweiten Verhandlungsrunde erhalten die Gruppen Informationen ihrer Geheimdienste. Diese Informationen müssen in die bestehende Strategie eingearbeitet werden und erfordern nicht selten eine massive Kursänderung.

Im Rahmen der Abschlusskonferenz kann auf direktem Wege nachverhandelt werden, bis ein Ergebnis vorliegt. Dies wird in Form von Verträgen schriftlich festgehalten. Abschließend soll jede Delegation einen Zukunftsplan aus den Ergebnissen erstellen.

Digitale Begleitung

Mit Beginn der ersten Verhandlungsrunde werden die Schüler:innen auf digitalem Wege kommunizieren (abhängig von der Verfügbarkeit des digitalen Spielsystems).
Auch die zweite Verhandlungsrunde findet digital statt.

Die Schüler:innen können Nachrichten zwischen den Delegationen und Einladungen für Gespräche versenden, empfangen und beantworten.
Auch die Berichte der Presse werden so durch die Vereinten Nationen geprüft und zentral an alle Parteien versandt.

Übersichtskarte der Spielparteien im Planspiel help.

Der Konflikt

Malea ist flächenmäßig eines der größten Länder des betreffenden Kontinents. Seit einigen Jahren kommt es in der maleischen Provinz Lufar regelmäßig zu Unruhen. Die Regionalvertretung Lufars und die Rebellenorganisation „Freies Lufar“ versuchen ohne großen Erfolg, auf politischer und militärischer Ebene bessere Lebensbedingungen und Unabhängigkeit zu erreichen. Die Zentralregierung von Malea finanziert und unterstützt eine Milizenorganisation, die mit äußerster Brutalität gegen die Rebellen und die Zivilbevölkerung der Region vorgeht.

Immer wieder greifen die Milizen auch Gebiete im Nachbarstaat Nongi an. Mittlerweile sind fast eine Million Menschen gestorben und 2,5 Mio. Menschen wurden vertrieben. Nongi ist deutlich kleiner als Malea und hat eine geringere Bevölkerungszahl.

Aktuell sind über 500.000 Flüchtlinge aus der Region Lufar in den Lagern des IKRK in Nongi untergebracht. Für das Land bedeutet dies eine schwere wirtschaftliche Belastung. In der Region Lufar wurde außerdem Erdöl gefunden, welches durch Malea gefördert und an den Staat Bonin verkauft wird. Deutschland steht in enger Beziehung zu Nongi.

Über die Verhandlungen berichtet die Presse.

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